Rückläufiges Interesse an der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Feb 02, 2021

Einleitung

Noch bis vor einem Jahrzehnt spezialisierten sich europäische Kardiologen auf die Behandlung sowohl der Herz- als auch der Gefäßerkrankungen. Durch Fortschritte bei den technologischen Methoden im Bereich der Diagnose und der Behandlung sowie durch das Aufkommen neuer Disziplinen und Subdisziplinen, fokussieren sich Kardiologen jedoch immer mehr auf Herzkrankheiten und haben somit ihre Behandlungsschwerpunkte abgegrenzt. Diese Schwerpunktverlagerung führte schließlich dazu, dass Gefäßerkrankungen aus dem Blickfeld der Kardiologen gerieten. Laut einer europäischen Umfrage von vor ein paar Jahren, haben junge Kardiologen weniger Interesse an peripheren Gefäßerkrankungen wie der pAVK und sehen sehr wenige Patienten mit solchen Erkrankungen.

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Das rückläufige Interesse der Kardiologen resultiert auch in immer größeren Mängeln bei der Versorgung einer ständig zunehmenden Anzahl an Patienten mit pAVK. Kardiologen schließen die Beurteilung peripherer Gefäße nicht in ihre regelmäßigen Untersuchungen ein. Bei Untersuchungen von Patienten fragen sie nicht nach vaskulären Symptomen und führen keine vaskulären Screening-Tests durch wie z. B. die Messung der Endothelfunktion, die Tomographie der Halsschlagader und der Oberschenkelarterie, die Messung des Knöchel-Arm-Index oder die Bestimmung der Aortensteifigkeit. Die Mehrheit der Patienten mit Gefäßerkrankungen wird von Gefäßchirurgen, Fachärzten auf dem Gebiet der Gefäßmedizin, Trombosespezialisten oder, an einigen Orten, von Gefäßmedizinern behandelt. All dies führt zur suboptimalen Diagnose und Behandlung von Patienten mit pAVK und anderen Gefäßerkrankungen.

Andererseits ist zu betonen, dass Gefäßerkrankungen wie pAVK die Hauptursachen für Herzkrankheiten und Schlaganfälle bei Patienten sind. Studien haben bestätigt, dass eine rechtzeitige Diagnose und effektive Behandlung von pAVK und anderen Gefäßerkrankungen die Inzidenz sowie die Sterblichkeit bei Herzkrankheiten senken können. In einer Studie wurde hervorgehoben, dass die rechtzeitige Erkennung und die entsprechende Behandlung von pAVK und anderer Gefäßerkrankungen die Sterblichkeit bei herzkranken Patienten um rund 7 % senken können. Darüber hinaus kann die Erforschung von Gefäßerkrankungen wie pAVK die Diagnose und kardiale Risikoeinschätzung bei Patienten verbessern, was zur früheren und effektiveren Behandlung führt.  Auch wenn ein Patient bereits an einer Herzkrankheit leidet, kann das gleichzeitige Vorliegen von pAVK auf ein höheres Sterberisiko hindeuten. Entsprechende vorbeugende Maßnahmen können ergriffen werden, um Patienten vor dem Tod zu bewahren.

Es ist zu betonen, dass die meisten Patienten mit Herzkrankheiten auch an Gefäßerkrankungen leiden können und andersherum. Das bedeutet, dass eine Rundumversorgung dieser Patienten wichtig ist, um ihre allgemeine Herz-Kreislauf-Gesundheit zu verbessern. Das wird normalerweise jedoch nicht umgesetzt, da die Schlaganfallzentren, die Kardiologie sowie die Gefäßabteilung in Krankenhäusern und Pflegekliniken getrennt sind. Zudem sehen Kardiologen die Beurteilung peripherer Gefäße nicht als Priorität an.

Es sollten daher unbedingt multidisziplinäre Teams mit Gefäßchirurgen, Kardiologen und anderen Ärzten aufgestellt werden. Dies wird auch in den Leitlinien der ESC empfohlen. Das kann helfen, Behandlungsmethoden der Herz-Kreislauf-Patienten zu verbessern. Der Zustand peripherer Gefäße muss in die Patientenvorsorge integriert werden, da damit die Lebensqualität und die Behandlungsergebnisse für Patienten verbessert werden können. [4, 5].

Darüber hinaus können effektive Erkennungsmethoden die Sterblichkeit an den Folgen von Herz-Kreislauf-Problemen senken, da Gefäßerkrankungen wie pAVK rechtzeitig identifiziert werden. pAVK-Screenings sollten grundsätzlich bei Erwachsenen über 50 Jahren, welche die obengenannten Risikofaktoren aufweisen, durchgeführt werden. [6] Die Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI) wurde üblicherweise als die erste Erkennungsmethode für arterielle Verschlusskrankheiten der unteren Extremitäten wie pAVK angewandt. Der Knöchel-Arm-Index (ABI) ist ein nicht invasiver vaskulärer Screening-Test, für dessen Ergebnis der höchste systolische Druck im Knöchel durch den höchsten systolischen Druck im Arm geteilt wird. [1, 2, 3] Der Test ist hochempfindlich, spezifisch und hat eine sehr hohe Genauigkeit, weshalb er häufig für die rechtzeitige Behandlung von pAVK (peripherer arterieller Verschlusskrankheit) verwendet wird.

Neue Geräte zur Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI)

Ein modernes Beispiel neuer Geräte zur Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI) ist das  MESI mTABLET. Das MESI mTABLET Diagnosesystem ist ein modernes All-in-One-System mit erstklassigen Diagnosemodulen, Patientenakten und medizinischen Apps. Das Gerät wurde für Gesundheitspersonal in einer modernen Praxis entwickelt und produziert. Es verfügt über ein automatisches drahtloses Knöchel-Armdruck-Index-System mit Multi-Manschetten-Technologie, welches das simultane Messen des Arm- und Knöcheldrucks ermöglicht. Es nutzt dabei den PADsense™-Algorithmus, um schwerwiegende periphere arterielle Verschlusskrankheiten festzustellen.

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Alle Messungen und Patientendaten werden automatisch gespeichert und mit der integrierten elektronischen Patientenakte – MESI mRECORDS – synchronisiert. Die Patientenakte kann auf dem MESI mTABLET und von jedem internetfähigen Gerät aus einfach und sicher abgerufen werden.

Dieses nicht invasive Gerät misst gleichzeitig den Knöchel-Arm-Index (ABI)und generiert mithilfe von Wellenformanalyse- und Gefäßbewertungstechnologien Diagnoseinformationen. Das Gerät kann in alle Systeme implementiert werden und verbessert die allgemeine Benutzererfahrung. Das MESI mTABLET hilft Patienten sich an diagnostische Leitlinien zu halten und sorgt dafür, dass durch ein vereinfachtes Verfahren alle Risikopatienten eine rechtzeitige Diagnose erhalten.

Weitere einzigartige Eigenschaften des Gerätes sind:

pAVK ist eine weit verbreitete Krankheit mit einer ähnlichen Morbidität und Mortalität wie bei der koronaren Herzkrankheit. Die Krankheit wird jedoch weniger genau untersucht und behandelt. Das führt zum erhöhten Risiko für einen Herzstillstand bei Patienten. Der enge Fokus der Kardiologen auf Symptome von Herzkrankheiten trägt zusätzlich zur Vernachlässigung der Prüfung auf Gefäßerkrankungen bei. Für eine effektive Diagnose und rechtzeitige Behandlung von pAVK wird daher ein multidisziplinärer Ansatz dringend benötigt. Zudem sind neue und innovative Diagnosetechnologien notwendig, um die allgemeinen Behandlungsergebnisse bei Patienten mit pAVK zu verbessern.

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